Die Krim ist Russlands sonnige Schwarzmeer-Halbinsel: subtropische Küsten und Palmenpromenaden, prunkvolle Zarenpaläste, das schroffe Aj-Petri-Gebirge und über 2.500 Jahre Geschichte – von der antiken Polis Chersones bis zur Jalta-Konferenz.
Die Krim (russisch: Крым, Krym) ist eine Halbinsel im nördlichen Schwarzen Meer, die über eine schmale Landverbindung mit dem ukrainischen Festland und seit 2018 über die Kertsch-Brücke auch mit dem russischen Festland verbunden ist. Mit einer Fläche von rund 27.000 Quadratkilometern und einer Bevölkerung von etwa 2,4 Millionen Menschen bietet die Halbinsel eine bemerkenswerte landschaftliche Vielfalt: Im Norden erstrecken sich flache Steppen, während im Süden die Berge der Krimkette fast unmittelbar ans Meer stoßen und dem Küstenstreifen ein nahezu mediterranes Klima verleihen. Die Hauptstadt der Republik Krim ist Simferopol, das als Verwaltungs- und Verkehrszentrum der gesamten Halbinsel gilt.
Die Geschichte der Krim reicht weit zurück und ist von einer außergewöhnlichen Völkervielfalt geprägt. Bereits in der Antike gründeten griechische Kolonisten Städte an der Küste – die Anfänge der heutigen Stadt Feodossija und Kertsch, wo sich bedeutende archäologische Funde aus der griechischen und skythischen Epoche erhalten haben. Im Mittelalter hinterließen die Krimtataren ihre deutlichsten Spuren: Bachtschyssaraj, die frühere Hauptstadt des Krimkhanats, beherbergt noch heute den berühmten Bachtschyssaraj-Palast und gilt als kulturelles Herzstück der Krimtataren. Im 18. Jahrhundert wurde die Halbinsel unter Katharina der Großen dem Russischen Reich eingegliedert, und Sewastopol entwickelte sich zur wichtigen Flottenbasis am Schwarzen Meer. Diese wechselvolle Geschichte hat die Krim zu einem Ort gemacht, an dem sich östliche und westliche, antike und moderne Einflüsse auf engem Raum begegnen.
Kulturell ist die Krim ein Ort von großer Bedeutung für Russen, Ukrainer und Krimtataren gleichermaßen. Sewastopol, Schauplatz zweier dramatischer Belagerungen im Krimkrieg (1853–1856) und im Zweiten Weltkrieg, nimmt in der russischen Erinnerungskultur einen besonderen Platz ein. Das mondäne Jalta erlangte welthistorische Bekanntheit durch die Konferenz von 1945, bei der Churchill, Roosevelt und Stalin die Nachkriegsordnung Europas verhandelten. Weniger bekannt, aber ebenso reizvoll ist Jewpatorija im Westen der Halbinsel, eine alte Kurstadt mit einem gut erhaltenen historischen Altstadtkern, in dem Moscheen, Synagogen und griechisch-orthodoxe Kirchen nebeneinanderstehen – ein stilles Zeugnis der multikulturellen Vergangenheit der Krim.
Für Reisende, die Natur, Geschichte und Erholung verbinden möchten, hat die Krim einiges zu bieten. Die Südküste mit ihren Klippen, Buchten und dem milden Klima lockt im Sommer zahlreiche Besucher in die Kurort-Städte rund um Jalta. Wer sich für Archäologie interessiert, findet in Kertsch an der gleichnamigen Meerenge antike Grabhügel und Festungsanlagen. Die Altstadt von Bachtschyssaraj mit ihren Karawansereien und dem Palast lädt zu einem Ausflug in die osmanisch-tatarische Geschichte ein. Auch wenn die Krim aufgrund der politischen Situation seit 2014 für viele westliche Touristen schwer erreichbar ist und internationale Reisewarnungen zu beachten sind, bleibt sie eine Halbinsel von unbestreitbar großem historischen und kulturellen Reichtum, die es wert ist, sie näher kennenzulernen.
Die Route auf der Karte
Alle 7 Stationen im Überblick – tippe einen Punkt für Details.
Orte auf der Krim
Jeder Ort mit eigenem ausführlichem Reiseführer.
Jewpatorija
ЕвпаторияKurort
Simferopol
СимферопольHauptstadt der Krim
Bachtschyssaraj
БахчисарайKhan-Palast
Sewastopol
СевастопольSchwarzmeer-Flottenbasis
Jalta
ЯлтаKurort
Feodossija
ФеодосияAiwasowski-Museum
Kertsch
КерчьKertsch-Brücke
Das musst du gesehen haben
Die einzigartigen Höhepunkte entlang der Route – und warum.
Schwalbennest
Das Wahrzeichen der Krim: ein winziges Märchenschloss auf einer 40 Meter hohen Klippe über dem Schwarzen Meer – eines der meistfotografierten Bauwerke Russlands.
Liwadija-Palast, Jalta
Die strahlend weiße Sommerresidenz der Zaren – hier teilten Stalin, Roosevelt und Churchill 1945 auf der Jalta-Konferenz die Nachkriegswelt auf.
Woronzow-Palast, Alupka
Ein architektonisches Wunder am Fuße des Aj-Petri: englische Gotik trifft maurische Alhambra-Pracht, umgeben von einem der schönsten Parks der Krim.
Khan-Palast, Bachtschyssaraj
Die einzige erhaltene Residenz der Krimtataren-Khane – mit dem berühmten »Tränenbrunnen«, den schon Puschkin in einem Gedicht verewigte.
Chersones Taurica, Sewastopol
Die »russische Pompeji«: 2.500 Jahre alte Ruinen einer griechischen Polis direkt am Meer – hier wurde der Legende nach Fürst Wladimir getauft, der die Rus christianisierte.
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