10 unglaubliche Orte in Russland: Wie auf einem anderen Planeten

⚡ Das Wichtigste in Kürze

  • Vulkanische Lavafelder auf Kamtschatka
  • Nördlichste Wüste der Welt in Sibirien
  • 220 Meter hohe Lena-Säulen in Jakutien
  • UNESCO-Welterbe-Plateau Putorana
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Symbolbild · Foto: Robert F. Tobler, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Russlands jenseitige Landschaften

Wer glaubt, außerirdische Kulissen seien nur im Kino zu finden, der irrt: Russland bietet Naturwunder, die an fremde Planeten erinnern. Die Fachwebsite ATOR hat zehn besonders spektakuläre Orte zusammengestellt – von der Ferne Kamtschatkas bis in die Nähe Moskaus.

Auf Kamtschatka liegt das vulkanische Massiv Tolbatschik mit seinen gewaltigen Lavafeldern, die bei Ausbrüchen in den Jahren 1975/76 und 2012/13 entstanden. Besonders faszinierend: In den 1970er Jahren testete die Sowjetunion hier sogar Mond- und Marsrover. Heute kannst du über glühend heiße Lavaschollen wandern und in Lavahöhlen steigen – manche Spalten sind so heiß, dass sich darin Papier entzünden lässt.

Ebenfalls auf Kamtschatka befindet sich das Tal der Geysire im Kronozki-Naturreservat – das einzige große Geysirfeld Eurasiens mit rund 60 aktiven Geysiren und Thermalquellen. Der Dampf, der aus dem Boden schießt, verleiht dem Canyon ein fast urzeitliches Flair. Allerdings ist das Tal nur per Helikopter erreichbar.

In Jakutien ragen die Lena-Säulen bis zu 220 Meter hoch aus dem Flussbett der Lena. Die 40 Kilometer langen Felsformationen sind UNESCO-Welterbe und wirken wie die Ruinen einer längst vergangenen Zivilisation. Wer früh aufsteht, wird mit einem der schönsten Sonnenaufgänge Russlands belohnt.

Mitten in der sibirischen Taiga, im Transbaikalien, liegt mit den Tscharskijen Peskij die nördlichste Wüste der Welt. Goldene Dünen wechseln sich ab mit Sümpfen, Gletscherseen und dichten Fichtenwäldern. Bei Wind singt der Sand in tiefen, vibrierenden Tönen – vergleichbar mit einer Cellosaite. Pro Jahr verschieben die Winde die Dünen um etwa zwei Zentimeter.

Das Putorana-Plateau an der Grenze zur Taimyr-Halbinsel ist ebenfalls UNESCO-Welterbe. Vor 252 Millionen Jahren formte ein gigantischer Vulkanausbruch diese stufenförmigen Felswände, tiefe Schluchten und unzählige Wasserfälle. Es gibt weder Straßen noch Handyempfang – nur Stille, Wind und Urnatur. Von Ende September bis März kannst du hier Polarlichter beobachten.

Auf dem Altai lockt Kysyl-Tschin, der sogenannte „Altaische Mars“: Das ehemalige Meeresboden aus der Kreidezeit glänzt in Rot, Grün und Purpur – gefärbt durch Eisen, Chrom und Mangan. Wer es nicht bis nach Sibirien schafft, findet bei den Romanzew-Bergen rund vier Autostunden von Moskau entfernt ebenfalls marsähnliche Landschaften.

Reiseziele im Artikel – entdecke sie bei uns:

📰 Quelle: ATOR · Stand: 23. August 2026

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